011 Neu!

Neuruppin, Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Brandenburg, 2016 -
VIHR; Ioulios Georgiou, Tobias Hoenig, Andrijana Ivanda, Markus Rampl, Paul Reinhardt




Die Doppelhaeuser in einer Siedlung am oestlichen Ufer des Ruppiner Sees sitzen grenzstaendig auf langen, tiefgeschnittenen Grundstuecken, die den Gedanken nahelegen, dass ihr Zuschnitt der Idee sich selbstversorgender Siedler geschuldet ist. Entsprechend haben die Bewohner der Siedlung ihre Haeuser im Lauf der letzten 100 Jahre seit ihrer Errichtung an der Grundstuecksgrenze entlang immer weitergebaut. Manche dieser Erweiterung sind von minderer Qualitaet, andere zeichnen sich durch ideenreichen Pragmatismus aus. Der vorgefundene Bestand stellt keine große Ausnahme dar. Die Substanz des Start-Moduls ist ueberwiegend gut erhalten und kann nach wenigen Eingriffen weitergenutzt werden, den sukzessiven Erweiterungen ist nicht nur statisch ihr improvisierter Charakter anzumerken. Der Neubau folgt der Logik des sich in die Tiefe des Grundstuecks fort bauen der Nachbarschaft, bietet großzuegigen und moeglichst wenig determinierten Raum und verschiebt alle Nebennutzungen in eine Serviceschicht die sich an der Grundstuecksgrenze durch Neu- und Altbau zieht.